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Fledermaus-Kritik aus der TLZ vom 15.07.2008 |
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Sommervergnügen im Uni-Hof
Einmal mehr gab es die unverwüstliche „Fledermaus" von Johann StraußVon Hans Lehmann Jena. (tlz) Wer hätte noch vor Jahren zu träumen gewagt, dass der nunmehr wieder lauschig gewordene Hof des Uni-Hauptgebäudes zur Musiktheaterstätte werden konnte. Nun bereits eine Tradition: Sebastian Krahnert und die Akademische Orchestervereinigung nebst Universitäts-und Studentenchor sowie jenem aus Erfurt lassen zur Jenaer Hofoper 2008 bitten. Heuer auf dem Programm: „Die Fledermaus" von Johann Strauß. Wenn dann ein Erzkomödiant wie Patrick Rohbeck Regie führt, dann kann man gewiss sein, dass alle nur möglichen Nuancen von Körpersprache ins Spiel kommen, aber nie als Klamotte oder abgedroschene Versatzstücke. So erscheint der Spaß um das Verwechslungsspiel bei aller Realistik auf der Szene auch mit einer gewissen Noblesse gemäß der immer wieder begeisternden Musik eines Johann Strauß. Zudem hat sich zu dieser Inszenierung (Bühnenbild und Kostüme: Anna Stolze und Claudia Helling) ein Kreis von Sängerdarstellern eingefunden, deren Individualität für musikalischen Farbreichtum sorgten, lockere Heiterkeit verbreiteten und immer wieder Szenenapplaus erhielten. Ob bei Alexander Günther als von Eisenstein, Patrick selbst als fadenziehender Dr. Falke, Björn Werner als Gefängnisdirektor und Wilhelm Adam als stellvertretend in den Knast gehender Gesangslehrer Alfred, oder bei den Damen Mariola Jupe, Symbol für die Rolle der Adele, Schwester Ida (Christel Lötzsch) oder Annekatrin Laabs im uns so vertrauten russischen Tonfall des Grafen Orlofsky. Jana Reiner spielte die Rosalinde. Und was wäre die Fledermaus ohne Gerichtsdiener Frosch? Mirko Heimerl in Doppelrolle auch als Dr. Blind - Situationskomik und Slapstick zugleich. Sebastian Krahnert sorgte mit der Akademischen Orchestervereinigung für ein klangliches Fundament, wo man eigentlich nur staunen kann, was heutzutage mit einem Liebhaberorchester zu gestalten möglich ist. Wenn man so will, hat man sich und uns im 50. Jahr des Bestehens ein besonders Geschenk gemacht, noch dazu im Jubiläumsjahr der Universität. |
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Letzte Aktualisierung ( Sunday, 16. November 2008 )
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