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April 2008: Überraschendes Geburtstagsständchen in der Toskana |
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Geschrieben von Judith Hauptmann
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Ende April 2008 reisten ein Kammerorchester der AOV sowie der Kammerchor der FSU anlässlich eines ganz besonderen Ereignisses nach Italien: Professor De Angelis, dem wir die bisherigen Konzertreisen nach Italien zu verdanken haben, feierte dort seinen 70. Geburtstag. Nichts ahnend sollte er in seiner eigenen Villa mit der Kantate „Schwingt freudig euch empor“ (BWV 36c) überrascht werden.
Da der denkwürdige Tag auf einen Sonntag fiel, blieb außerhalb dieses Überraschungsauftrittes noch genügend Zeit für weitere Unternehmungen. So gaben wir am Freitagabend zunächst ein Konzert in einer der wunderschönen Kirchen der Stadt Lucca. Dabei erklangen neben der bereits genannten Kantate folgende weitere Werke von Bach: Konzert in A-Dur für Oboe d´Amore, BWV 1055 (Solist: Peter Haischer) Motette „Jesu meine Freude“ BWV 227 Der Sonnabend wurde für die Besichtigung Sienas genutzt - eigentlich „musikfrei“, aber die Instrumentalisten konnten es doch nicht lassen und machten mit großer Begeisterung Straßenmusik, die sowohl von den Einheimischen als auch von den zahlreichen Touristen mit ebenso großer Begeisterung aufgenommen wurde.
Nach einigen erholsamen und dank der klippenreichen Küste auch abenteuerlichen Stunden am erstaunlich warmen Mittelmeer war es am Sonntagabend soweit: Wir machten uns auf den Weg zur Villa Professor De Angelis´, mitten in der Natur auf einem toskanischen Hügel gelegen. Mit seinen Verwandten und den offiziellen Gästen des Festes war alles abgesprochen, sodass diese auf der prächtigen, von Platanen gesäumten Zufahrt zum Jubilar gelangten, während wir das Haus auf einem anderen Weg von hinten erreichten. In aller Eile wurden Instrumente ausgepackt, die Truhen-Orgel sowie Pulte aufgebaut und Aufstellung genommen. Die Hauptperson wurde in der Zwischenzeit glücklicherweise durch die mehr oder weniger pünktlich eintreffenden Gäste abgelenkt. Genau in dem Moment, als der Professor von Ehefrau und Tochter in die Empfangshalle geleitet wurde, erklangen die ersten Töne. Aufmerksam und sichtlich gerührt verfolgten er und seine Gäste das kleine Konzert. Da bestimmte Passagen der Kantate textlich leicht angepasst worden waren, gab es auch Grund zum Lachen. Die Freude über dieses Geschenk war offensichtlich, insbesondere weil der Jubilar bis zum Schluss völlig ahnungslos geblieben war. Er hatte sich tatsächlich nur über die recht großzügigen Mengen gewundert, die der Catering-Service lieferte und diese Köstlichkeiten durften wir im Anschluss an den Auftritt genießen!
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Letzte Aktualisierung ( Monday, 16. June 2008 )
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